Thema : Die Operante Konditionierung
Bei der Verhaltensdifferenzierung handelt es sich um die gezielte Veränderung eines bestimmten Verhaltensmerkmals ( z.B. Stärke oder Dauer des Hebeldrucks einer "Skinner-Ratte" ). Diese gezielte Veränderung wird durch eine stufenweise Annäherung an das gewünschte Verhalten erreicht. Dies bedeutet konkret, daß jeweils nur ein Verhalten verstärkt wird, welches sich dem Zielverhalten mehr angenähert hat als das zuvor verstärkte Verhalten. Diese Art der Verhaltensformung durch eine zuerst globale und dann immer selektiver werdende Verstärkung wird als "shaping" bezeichnet.
Wie wird nun ein komplexes Verhalten ( eine Reaktionskette ), wie wir sie z.B. bei Tierdressuren beobachten können, trainiert ?
Bei dem Aufbau einer Verhaltenskette wird zuerst das gewünschte Zielverhalten primär verstärkt ( z.B. durch Futtergabe ). Danach wird dieses Verhalten auf einen diskriminativen Hinweisreiz n-1 trainiert, der wiederum auf ein Verhalten m-1 konditioniert wird. Der diskriminative Hinweisreiz n-1 dient hierbei als sekundärer Verstärker für das Verhalten m-1 und erhöht durch seine Koppelung an den primären Verstärker die Auftretenswahrscheinlichkeit für das Verhalten m-1. Es handelt sich hierbei also um eine Reiz-Reaktionskette, wobei das vorangegangene Verhalten einen diskrininativen Hinweisreiz nach sich zieht, oder selbst als solcher dient.
Abb.: Schematische Darstellung einer Reiz- Reaktionskette :

1 Schema der operanten Konditionierung | 2 Verstärkung | 3 Positive Verstärkung | 4 Verhaltensdifferenzierung, Aufbau von Verhaltensketten | 5 Bestrafung, Löschung und Ablösung von Verhalten | 6 Die operante Konditionierung in der Literatur | 7 Untersuchungsschema | 8 Literaturbeispiele
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