Thema : Die Operante Konditionierung

8 Literaturbeispiele

8.1 Antoine de Saint-Exupery , " Der kleine Prinz " S. 7-8

Erschienen im Karl Rauch -Verlag ( 1988 )

Der Erzähler berichtet über seine ersten Bilder.

Ich habe den großen Leuten mein Meisterwerk gezeigt und sie gefragt, ob ihnen meine Zeichnung1 nicht angst mache.

Sie haben mir geantwortet2 : " Warum sollen wir vor einem Hut Angst haben ? "

Meine Zeichnung stellte aber keinen Hut dar. Sie stellt eine Riesenschlange dar, die einen Elefanten verdaut. Ich habe dann das Innere der Boa gezeichnet3, um es den großen Leuten deutlich zu machen. Sie brauchen ja immer Erklärungen.

Die großen Leute haben mir geraten4, mit den Zeichnungen von offenen oder geschlossenen Riesenschlangen aufzuhören5 und mich mehr für Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik6 zu interessieren. So kam es, daß ich eine großartige Laufbahn, die eines Malers nämlich, bereits im Alter von sechs Jahren aufgab7. Der Mißerfolg meiner Zeichnungen Nr.1 und Nr.2 hatte mir den Mut genommen8.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens 1,3

Das Verhalten sind die sich entwickelnden Malkünste des Erzählers

2 Bestimmung des Reizes 2,4,5

Der Reiz ist die Reaktion der großen Leute

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei der Verstärkungsart handelt es sich zum einen um die Entfernung bzw. Vorenthaltung eines angenehmen Reizes, nämlich den der Zuwendung und Anerkennung 2,5: Bestrafung vom Typ 2

Zum anderen wird ein negativer Reiz, nämlich der Rat zur Beschäftigung mit wenig attraktiven Lernstoffen zugeführt 6.: Bestrafung vom Typ 1

Bei dem Reiz handelt es sich um einen generalisierten weil individuell erlernten Reiz, soweit man die Auffassung vertritt, daß die Zuwendung von Erwachsenen für ein Kind an primäre Reize wie Nahrung, Sicherheit gekoppelt ist. Denkbar ist aber auch, die Zuneigung von Erwachsenen als für ein Kind primären Verstärker zu betrachten ( da unmittelbar überlebensnotwendig ).

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Konsequenz dieser operanten Konditionierung ist die Aufgabe der großartigen Laufbahn.7,8

Die Verhaltenshäufigkeit wird gemindert.

D Bestimmung des Konditionierungsplans

Es handelt sich um eine kontinuierliche Konditionierung da jedes/beide Verhalten bestraft wurden.

8.2 Friedrich von Hagedorn , " Die Küsse " ( Auszug )

Als sich aus Eigennutz Elisse

Dem muntern GordionB ergab,

nahm sie für einen ihrer Küsse1

Ihm anfangs dreißig Schäfchen ab.2

Am andern Tag erschien die Stunde,

Daß er den Tausch viel besser traf.

Sein Mund gewann von Ihrem Munde

schon dreißig Küsse3 für ein Schaf4.

Der dritte Tag war zu beneiden :

Da gab die milde Schäferin

um einen neuen Kuß5 mit Freuden6

Ihm alle Schafe wieder hin6.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens 2

Elisse erhält dreißig Schafe für einen Kuß

2 Bestimmung des Reizes 1,3,5

Der Reiz ist ein Kuß

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei der Verstärkungsart handelt es um die Zuführung eines angenehmen Reizes, nämlich der Freude am Kuß6. Es handelt sich hierbei also um eine positive Verstärkung.

Bei dem Reiz handelt es sich meiner Meinung nach um einen sekundären Reiz. Zur Erklärung : Der Reiz ist eng an die Bindung eines Partners / Ernährers und somit an die Sicherung physio-logischer Bedürfnisse ( Nahrung / Schutz ) also einem primären Verstärker verknüpft.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Konsequenz dieser operanten Konditionierung ist die Änderung des Verhaltens bezüglich der Gegenleistung für einen Kuß . Veränderung von + 30 Schafen über + 1 Schaf bis zu -31 Schafe

B Untersuchung auf diskriminative Hinweisreize

Der Kußpartner Gordion kann als diskriminativer Hinweisreiz betrachtet werden B.

C Bestimmung von Phasen soweit unterscheidbar bzw. vorhanden

1. Basisrate : 30 Schafe +

2. Trainingsphase : Tag 1,2,3

3. Über eine Löschungsphase wird nicht berichtet, sie ist jedoch durch Reizentzug nach finaziellem Ruin zu erwarten.

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Kontinuierliche Verstärkung, mit der schnell ein Verhalten, in unserem speziellen Fall, eine Abhängigkeit aufgebaut wird.

8.3 B. F. Skinner , " Futurum II " S. 85

aus dem amerikanischen ,Walden Two ( 1948 )

erschienen im Christian Wegner Verlag 1970

Hintergrund : Eine Besuchergruppe um den Psychologieprofessor Burris besucht Futurum II .

Futurum II ist der Versuch eine Lebensgemeinschaft nach den Erkenntnissen der modernen Verhaltenspsychologie aufzubauen. In der folgenden Passage berichte Frazier über die Musik in Futurum II.

Frazier der geistigen Vater des Projekts zu Burris

"... es gibt kein Liebeswerben um die Gunst des Publikums1 - alles dank einem bißchen Bauen und Basteln am KulturellenD. Ermessen Sie, was das für einen jungen Komponisten bedeutet ! Manchmal wird sein Werk aufgeführt, noch ehe es fertig ist. Vielleicht vollenden es begeisterte2 FreundeD für ihn. Und in einer ZuhörerschaftB, die ihn kennt und etwas von Musik versteht,3 spricht man darüber. Sie machen sich keine Vorstellung, wie das einen Künstler anregen4 kann !

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens 1

Das Ausgangsverhalten ist die vergleichbare Produktivität eines Künstlers, außerhalb von Futurum II, der um die Gunst des Publikums buhlen muß.

2 Bestimmung des Reizes 2,3

Der konditionierende Reiz ist die positive Reaktion des Publikums.

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Die Begeisterung der Zuhörer stärkt das Selbstbewußtsein des Künstlers und wird somit als positiver Reiz erfahren. Es handelt sich also um einen positiven Verstärker.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens4

Durch den positiven Verstärker wird die Produktivität des Künstlers angeregt.

B Untersuchung auf diskriminative HinweisreizeB

Diskriminativer Hinweisreiz ist das Publikum als solches.

D Bestimmung des KonditionierungsplansD

Die Komponisten erhalten durch die Rahmenbedingungen in Futurum II eine kontinuierliche Verstärkung in ihrem Schaffen.

8.4 Stefan Zweig , " Die Schachnovelle "

erschienen im Fischer Verlag 1974 S. 23

Hier ein Beispiel an dem dokumentiert wird, daß situative Verstärker einem gelernten generalisiertem Verstärker oftmals unterlegen sind.

Hintergrund : Der Erzähler befindet sich auf der Überfahrt von Europa nach Amerika. Auf dem Schiff befindet sich unter anderen auch der amtierende Schachweltmeister. Um dessen Interesse zu wecken beginnt der Erzähler mit einem Mitreisenden, Mc Connor, eine Schachpartie.

.... denn dieser Mister Mc Connor gehörte zu jener Sorte selbstbesessener Erfolgsmenschen5, die auch im belanglosesten Spiel1, eine Niederlage4 schon als Herabsetzung ihres Persönlichkeitsbewußtsein empfinden. Gewöhnt, sich im Leben rücksichtslos durchzusetzen und verwöhnt vom faktischen Erfolg6, war dieser Selfmademan derart unerschütterlich von seiner Überlegenheit7 durchdrungen , daß jeder Widerstand ihn als ungebührliche Beleidigung erregte. Als er die erste Partie verlor,2 wurde er mürrisch und begann umständlich und diktatorisch zu erklären, dies könne nur durch eine momentane Unaufmerksamkeit geschehen sein, bei der dritten3 machte er den Lärm im Nachbarraum für sein Versagen verantwortlich; nie war er gewillt, eine Partie zu verlieren, ohne sofort Revanche zu fordern8.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens 1

Das Ausgangsverhalten ist der übliche Wettkampf einer Schachpartie mit dem Erzähler.

2 Bestimmung des Reizes und

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Die momentanen Reize sind die 3 Niederlagen2,3 im Spiel, die eine Bestrafung4 des Typs 2 darstellen. ( angenehmer Reiz , nämlich der Erfolg wird entfernt )

Dieser Bestrafung steht ein generalisierter Reiz7, nämlich der des Erfolgs5,6 also ein positiver Verstärker gegenüber.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Der generalisierte Verstärker führt zu einer zwanghaften Revancheforderung8. Die Bestrafung vom Typ 2, die eigentlich zu einem Vermeidungsverhalten führen müßte, kann sich nicht durchsetzen

B Bestimmung von diskriminativen Hinweisreizen

Als diskriminativer Hinweisreiz kann die Wettkampfsituation des Spiels betrachtet werden.

D Bestimmung des Konditionierungsplans

Die Bestrafung des Typs 2 erfolgt kontinuierlich.

8.5 Stefan Zweig , " Die Schachnovelle "

erschienen im Fischer Verlag 1974 S. 61-64 Auszüge

Hintergrund : Der Erzähler befindet sich in Gestapohaft. Durch die Isolationshaft wird er von allen äußeren Reizen abgeschnitten. Eines Tages gelingt es ihm während einer Vernehmung ein Buch zu stehlen. Bei dem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Meisterschachpartien.

.... Der erste Blick war eine Enttäuschung1 und sogar eine Art erbitterter Ärger2 : ....

.... Nach weiteren vierzehn Tagen war ich mühelos imstande, jede Partie aus dem Buch5 auswendig - oder wie der Fachausdruck lautet : blind nachzuspielen; jetzt erst begann ich zu verstehen, welche unermeßliche Wohltat mein frecher Diebstahl mir eroberte. Denn ich hatte mit einemmal Tätigkeit3 - eine sinnlose , eine zwecklose wenn Sie so wollen, aber doch eine die das Nichts um mich zunichte4 machte.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens 1,2

Das Ausgangsverhalten ist zuerst Ärger und Entäuschung über das Buch und somit Ablehnung des Schachspiels. siehe auch C1

2 Bestimmung des Reizes3,4

Reiz ist die Unterbrechung der Monotonie durch eine Tätigkeit

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei dem Reiz, die eigene Isolation zu durchbrechen, handelt es sich meiner Meinung nach um einen sekundären Reiz. Zur Begründung : Nur mit dem Kontakt zur Umwelt ist es möglich, primäre Bedürfnisse wie Nahrung, Schutz, Vermehrung zu befriedigen.

Der Reiz wirkt als negative Verstärkung, denn mit der Beschäftigung wird die Monotonie durchbrochen, also ein unangenehmer Reiz entfernt.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Die Verhaltenshäufigkeit wird gesteigert was zum Schluß sogar in einer zwanghaften Beschäftigung mit dem Schach endet. S. 74

Selbstverständlich bin ich mir heute im klaren, daß dieser mein Zustand schon eine durchaus pathologische Form geistiger Überreizung war ....:eine Schachvergiftung .

B Bestimmung von diskriminativen Hinweisreizen

Als diskriminativer Hinweisreiz kann das Buch5 mit den Meisterpartien betrachtet werden.

C Bestimmung des Konditionierungsplans

1. Basisrate : Die Basisrate kann mit einer durchschnittlichen Beschäftigung mit dem Schachspiel bestimmt werden. S.61:

Ich hatte als Knabe im Gymnasium wie die meisten anderen mich ab und zu aus Langeweile vor einem Schachbrett versucht

2. Trainingsphase : Die Konditionierung findet wärend der Gestapohaft statt.

3. Löschungsphase : Das Verhalten wird nach Dr. B.´s Entlassung aus der Haft gelöscht.

S.79:

Anscheinend wirken in unserem Gehirn geheimnisvoll regulierende Kräfte, die was der Seele lästig und gefährlich werden kann, selbsttätig ausschalten, ....

4. Spontanerholung : Die Schachvergiftung erlebt während einer Partie gegen den amtierenden Schachweltmeister eine geradezu schulbuchmäßige Spontanerholung.

S.92:

Mit einem stieren und fast irren Blick ins Leere vor sich starrend, murmelte er ununterbrochen unverständliche Worte vor sich hin; entweder er verlor sich in endlosen Kombinationen, oder er arbeitete - dies war mein innerster Verdacht - sich ganz andere Partien aus .....Und tatsächlich, bei dem neunzehnten Zug brach die Krise aus.

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Da die Beschäftigung mit dem Schach Dr. B´s einzige Möglichkeit ist, die Monotonie zu durchbrechen , geht von jeder Partie die Wirkung einer negativen Verstärkung aus. Es handelt sich somit also um einen kontinuierlichen Verstärkungsplan.

8.6 Brüder Grimm , " Von dem Fischer und seiner Frau "

aus einer Märchensammlung

kurze Zusammenfassung:

Eines Tages fängt ein armer Fischer einen Butt . Der Butt ist jedoch ein verwunschener Prinz, der um sein Leben bittet. Der Fischer läßt den Butt wieder schwimmen und berichtet seiner Frau von seinem Erlebnis. Seine Frau schickt den Fischer an den See zurück damit er sich vom Butt einen Wunsch nach einem kleinen Häuschen erfüllen läßt. Der Fischer ruft den Butt :

" Mannje,Mantje,Timpe Te,

Buttje, Buttje in der See,

Mine Fru die Ilsebill,

will nich so, as ik wohl will."

Der Butt erscheint und erfüllt dem Fischer seinen Wunsch. Die Frau des Fischer ist zuerst zufrieden, schickt den Fischer jedoch nach kurzer Zeit wiederum zum Butt, um sich ein größeres Haus zu wünschen.

Der Wunsch wird wieder erfüllt und die Frau schickt den Fischer angesichts Ihres Erfolgs in immer kürzeren Abständen zum Butt. In immer kürzeren Abständen muß der Fischer auf Geheiß seiner Frau ein Schloß, ein Königreich, ein Kaiserreich und schließlich die Papstwürde vom Butt einfordern.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens

Das Ausgangsverhalten ist der zuerst etwas zaghafte Wunsch nach einem sorgenfreieren Leben der Fischersleute.

2 Bestimmung des Reizes

Reiz ist die Erfüllung des jeweiligen Wunsches.

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Die Wuscherfüllung ist offensichtlich die Zuführung eines angenehmen Reizes. Es handelt es sich somit um einen positiven Verstärker.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Die Verhaltenshäufigkeit wird extrem gesteigert, was in den immer schamloseren Wünschen der Fischersfrau zum Ausdruck kommt.

B Bestimmung von diskriminativen Hinweisreizen

Als diskriminativer Hinweisreiz kann der Butt betrachtet werden.

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Da jedes Verhalten erfüllt wird, handelt es sich um einen kontinuierlichen Verstärkungsplan.

8.7 Richard Bach / Russel Munson , " Die Möwe Jonathan "

erschienen im Ullstein Verlag

kurze Zusammenfassung:

Die Möwe Jonathan ist keine gewöhnliche Möwe. Für sie ist das Fliegen mehr als nur die Möglichkeit sich Nahrung zu beschaffen. Jonathan genießt das Fliegen als Teil seiner großen Freiheit. Zuerst übt er sich in den Grundlagen der Flugkunst. Von seinen Erfolgen beflügelt erlernt Jonathan immer ausgefeiltere Flugtechniken und bricht immer neue Geschwindigkeitsrekorde. Jonathan wird schließlich aufgrund seiner Andersartigkeit vom Schwarm ausgestoßen. Sein ganzes Leben perfektioniert er seine Flugkünste, bis er eines Tage von Möwen seiner Art in eine neue Dimension geführt wird. Auch dort richtet er sein ganzes Streben auf die Verbesserung seiner Künste und die daraus erlangte Befriedigung. Letztendlich erreicht Jonathan die letzte Stufe des Könnens und wird diese als Lehrer an Möwen seiner Art weitergeben.

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens

Das Ausgangsverhalten ist der anfängliche Versuch die Grundbegriffe des Fliegens zu erlernen und zu verbessern.

2 Bestimmung des Reizes

Für Jonathan liegt der Reiz im Streben nach Perfektionierung seiner Flugkünste.

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Die Perfektionierung seiner Flugfähigkeiten ist die Zuführung eines angenehmen Reizes. Es handelt es sich somit um einen positiven Verstärker.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Die Permanente Übung seinerFlugkünste wird Jonathans Lebenssinn und Lebenszweck.

B Bestimmung von diskriminativen Hinweisreizen

Diskriminativer Hinweisreiz ist zum Beispiel das Rauschen der Luft bei immer höheren Geschwindigkeiten.

C Bestimmung des Konditionierungsplans

1. Basisrate : Die Basisrate entspricht der überdurchschnittlichen Verhaltensausprägung einer normalen Möwe.

2. Trainingsphase : Die Trainingsphase beginnt mit Jonathans ersten Versuchen seine Künste zu verbessern. Der Höhepunkt wird erreicht, als Jonathans einziger Lebenssinn im Fliegen selbst liegt.

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Da jedes Verhalten erfüllt wird, handelt es sich um einen kontinuierlichen Verstärkungsplan.

8.8 Franquin , " Schwarze Gedanken "

erschienen im alpha comic Verlag

Siehe Anlage

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens

Interessierendes Verhalten ist die Beharrlichkeit der Möwen auf der Futtersuche. Ausgangsverhalten : Die Möwen müssen in Bild 1 erst zum Futter gelockt werden.

2 Bestimmung des Reizes

Der konditionierende Reiz ist das Futter.

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei der Verstärkungsart, nämlich der Fütterung, handelt es sich um die Zuführung eines angenehmen Reizes. Das Füttern wirkt also als positiver Verstärker.

Der Reiz ist ein primärer Reiz.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Als Konsequenz dieser operanten Konditionierung hat sich die Beharrlichkeit des Verhaltens enorm erhöht.

B Untersuchung auf diskriminative Hinweisreize

Der fütternde Mann ist diskriminativer Hinweisreiz und wird ab Bild 8 selbst zum Verstärker.

C Bestimmung von Phasen soweit unterscheidbar bzw. vorhanden

1. Basisrate : Bild 1

2. Trainingsphase : Bild 2 bis 9

3. Löschungsphase : Bild 10.

4. Spontanerholung : wer weiß ?

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Wir beobachten eine kontinuierliche Verstärkung von Bild 2 bis Bild 9.

8.9 Wilhelm Busch , " Maler Klecksel" fünftes Kapitel

Wilhelm Busch Album , humoristischer Hausschatz

Siehe Anlage

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens

Ganz arglos auf dem Schillerplatzel .

Interessierendes Verhalten ist das aktive Vermeidungsverhalten des Herrn von Gnatzel.

2 Bestimmung des Reizes

Das konditionierende Reiz von Glatzels Freund Kuno, der ihn anpumpen möchte.

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei der Verstärkungsart, nämlich dem Ausweichen von Kuno, handelt es sich um die Entfernung eines unangenehmen Reizes. Der Verstärker ist also ein negativer Verstärker.

Der Reiz ist ein individuell erlernter, generalisierter Reiz.

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens

Als Konsequenz dieser operanten Konditionierung weicht von Gnatzel Kuno in Zukunft permanent aus .

B Untersuchung auf diskriminative Hinweisreize

Kuno wirkt als diskriminativer Hinweisreiz. Es liegt also ein Beispiel für aktives Vermeidungstraining vor.

C Bestimmung von Phasen, soweit unterscheidbar bzw. vorhanden

1. Basisrate : Bild 1-3

2. Trainingsphase : Bild 4 bis 9

D Bestimmung des Verstärkungsplans

Wir beobachten eine kontinuierliche Verstärkung von Bild 4 bis Bild 9.

8.10 GROSSER Asterix- Band XXIII " Obelix GmbH & Co.KG "

Zeichnungen Uderzo Text Goscinny

Delta Verlag Stuttgart

Siehe Anlage

A 1 Bestimmung des Ausgangsverhaltens

Interessierendes Verhalten ist die Reaktion der Römer auf Obelix. Bild 1-2

2 Bestimmung des Reizes

Die konditionierenden Reize sind eindeutig schmerzhafter Natur. Bild 3

3 Bestimmung der Art des Verstärkers

Bei der Verstärkungsart, nämlich dem Ausweichen von Obelix und somit Bewahrung der körperlichen Unversehrtheit handelt es um die Entfernung eines unangenehmen Schmerzreizes. Der Verstärker ist also ein negativer Verstärker.

Der Reiz ist ein primärer Reiz.( Sichern des eigenen Überlebens )

4 Bestimmung des geänderten Verhaltens Bild 4-5

Als Konsequenz dieser operanten Konditionierung fliehen die Römer vor der Möglichkeit unangenehmer Schmerzreize.

B Untersuchung auf diskriminative Hinweisreize

Obelix wirkt als diskriminativer Hinweisreiz. Es liegt also ein Beispiel für aktives Vermeidungstraining vor.

C Bestimmung von Phasen, soweit unterscheidbar bzw. vorhanden

1. Basisrate : Bild 1-2

2. Trainingsphase : Bild 3 kurz aber schmerzhaft

3. Löschungsphase : Bild 6

4. Spontanerholung : Bild 7-9

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|Inhaltsverzeichnis|

1 Schema der operanten Konditionierung | 2 Verstärkung | 3 Positive Verstärkung | 4 Verhaltensdifferenzierung, Aufbau von Verhaltensketten | 5 Bestrafung, Löschung und Ablösung von Verhalten | 6 Die operante Konditionierung in der Literatur | 7 Untersuchungsschema | 8 Literaturbeispiele

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